
Teuerste seltene 5-Franken-Münzen: Werte & Jahrgänge
Jeder von uns hat schon einmal einen alten Fünfliber in einer Schublade entdeckt und sich gefragt, ob da vielleicht ein kleiner Schatz schlummert. Die Antwort ist überraschend: Ein einziges 5-Franken-Stück aus dem Jahrgang 1886 erzielte auf Auktionen bis zu 500.000 Franken – und nur fünf Exemplare sind weltweit bekannt. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Jahrgänge und Merkmale den entscheidenden Wertunterschied ausmachen.
Wertvollste 5-Franken-Münze: 500.000 CHF (Jahrgang 1886) ·
Letzte Silberausgabe: 1967 ·
Silbergehalt (ab 1931): 835/1000 ·
Durchmesser (1888–1916): 37 mm ·
Gewicht (1888–1916): 25 g (22,5 g Feinsilber) ·
Ausserkurssetzung 5-Franken-Stücke 1888–1916: 01.02.1934
Kurzüberblick
- 5 Franken 1886: Wert bis 500.000 CHF, nur 5 Exemplare bekannt (Rapp Auktionen – Schweizer Münzexperte)
- 5 Franken 1928: Auktionserlöse bis 30.000 CHF (20 Minuten – Marktbeobachtung)
- Jahrgang 1952 gilt als seltenster der Silberprägungen ab 1931 (Lugdunum Numismatik – Fachportal)
- Genaue Auflagezahlen für viele Jahrgänge der Bundesmünzen sind nicht dokumentiert.
- Der Wert von Fehlprägungen und Proben variiert stark je nach Auktionsnachfrage.
- Bei Münzen aus dem Umlauf ist die Zustandsnote oft schwer objektiv zu bestimmen.
- 1850–1874: Erste 5-Franken-Stücke in 900er Silber (Lugdunum Numismatik)
- 1888–1916: Bundesmünzen 5 Franken (37 mm, 25 g) (Schweizer Geld – Münzarchiv)
- 01.02.1934: Ausserkurssetzung der 5-Franken-Bundesmünzen (Schweizer Geld – Münzarchiv)
- 1928: Letzte Prägung des Typs 1888–1916 – besonders selten (20 Minuten – Marktbeobachtung)
- 1967: Letzte Silberausgabe (835/1000) vor Umstellung auf Cupro-Nickel (Lugdunum Numismatik)
- Spezialauktionen für Schweizer Münzen verzeichnen steigende Zuschläge für Top-Erhaltungen.
- Die Digitalisierung von Münzkatalogen erleichtert Sammlern die Wertermittlung.
- Seltene Jahrgänge wie 1886 und 1928 bleiben gefragte Anlageobjekte.
Ein Blick auf die technischen Daten zeigt, wie stark sich die 5-Franken-Münze über die Jahrzehnte verändert hat – und warum einige Jahrgänge so selten sind.
| Merkmal | 1850–1874 | 1888–1916 | 1931–1967 | Ab 1968 |
|---|---|---|---|---|
| Material | Silber 900/1000 | Silber 900/1000 | Silber 835/1000 | Cupro-Nickel |
| Durchmesser | 37 mm | 37 mm | 31 mm | 31 mm |
| Gewicht | 25 g | 25 g | 15 g | 13,2 g |
| Feingewicht Silber | 22,5 g | 22,5 g | 12,525 g | – |
| Ausserkurssetzung | – | 01.02.1934 | 01.04.1971 | im Umlauf |
| Rand | geriffelt | geriffelt | glatt mit Inschrift | glatt mit Inschrift |
Die wertvollsten Jahrgänge im Überblick
Drei Jahrgänge stechen besonders hervor, wenn es um Rekordpreise geht. Die folgende Vergleichstabelle zeigt die Unterschiede in Seltenheit, Wert und Hintergrund.
| Merkmal | Jahrgang 1886 | Jahrgang 1928 | Jahrgang 1952 |
|---|---|---|---|
| Geschätzte Anzahl Exemplare | 5 bekannte Stücke | ca. 200–300 | sehr geringe Auflage (genaue Zahl unbekannt) |
| Wert in prägefrischer Erhaltung | bis 500.000 CHF | bis 30.000 CHF | mehrere tausend CHF |
| Wert in sehr guter Erhaltung | 250.000–400.000 CHF | 20.000–25.000 CHF | 1.000–3.000 CHF |
| Besonderheit | schlecht geratener Prägestempel (SRF – Ratgeber Numismatik) | letzter Jahrgang des Typs 1888–1916 | seltenster Silberjahrgang ab 1931 (Lugdunum Numismatik) |
Der Jahrgang 1886 ist so selten, dass Sammler ihn als «Heiligen Gral» der Schweizer Münzen bezeichnen. Von den fünf bekannten Stücken befindet sich keines im Umlauf – alle sind in Museen oder privaten Spitzensammlungen.
Die Wertunterschiede zwischen den Jahrgängen sind enorm – das Muster zeigt, dass extreme Seltenheit und historische Kuriosität die Preise treiben.
Woran erkennt man eine wertvolle 5-Franken-Münze?
Der Wert einer 5-Franken-Münze hängt von drei Faktoren ab: Jahrgang, Erhaltung und Auflage. Ein kurzer Check hilft:
- Jahrgang prüfen: Auf der Rückseite steht die Jahreszahl. Besondere Jahrgänge: 1886, 1928, 1952.
- Erhaltung beurteilen: Je weniger Kratzer und Abrieb, desto höher der Wert. Eine Münze in «prägefrisch» (UNC) kann das Zehnfache einer gebrauchten bringen.
- Material erkennen: Ein Magnet hilft – Silber ist nicht magnetisch, Cupro-Nickel schon.
- Gewicht messen: Die alten Silbermünzen wiegen 25 g, die neueren Cupro-Nickel-Stücke 13,2 g.
Was diese Merkmale bedeuten: Ein 5-Franken-Stück von 1928 in prägefrischer Erhaltung erzielte 22.500 Franken bei Rapp Auktionen (Münzauktionshaus) – während ein alltäglicher Jahrgang nur den Silberwert von rund 10 Franken bringt.
Besonders bei den teuren Jahrgängen kursieren Nachprägungen und Fälschungen. Lassen Sie jede vermeintliche Rarität von einem anerkannten Münzhändler oder der Schweizerischen Nationalbank prüfen, bevor Sie kaufen oder verkaufen.
Die Prüfschritte sind einfach, aber der Weg zum gesicherten Wert führt immer über eine professionelle Begutachtung.
Die Geschichte der 5-Franken-Münze: Von Silber zu Cupro-Nickel
- 1850–1874: Erste Prägungen in 900er Silber, 37 mm, 25 g
- 1888–1916: Neue Bundesmünzen 5 Franken, gleiche Spezifikationen (Schweizer Geld – Münzarchiv)
- 01.02.1934: Ausserkurssetzung der Bundesmünzen 5 Franken (Typ 1888–1916)
- 1928: Letzte Prägung dieses Typs – extrem selten
- 1931–1967: Silberausgaben mit 835/1000 Feingehalt, 31 mm, 15 g
- 1967: Letzte Silberausgabe (1951–1967) – danach Umstellung auf unedles Metall
- Ab 1968: Cupro-Nickel-Prägungen (zunächst 1968–1970, dann ab 1970 neues Design)
Der entscheidende Wendepunkt: Mit der Aufgabe des Silberstandards verloren die Münzen ihren inneren Metallwert – und genau das macht die frühen Silberjahrgänge für Sammler noch begehrter.
Mythen und Wahrheit: Was Sammler wissen sollten
Bestätigte Fakten
- 5 Franken 1886 existieren nur fünfmal (Rapp Auktionen)
- 5 Franken 1928 erzielten 30.000 CHF auf Auktion (20 Minuten)
- Der hohe Wert von 1886 geht auf einen fehlerhaften Prägestempel zurück (SRF)
- Jahrgang 1952 ist der seltenste der Silberprägungen ab 1931
Ungesicherte Behauptungen
- «Jeder alte Fünfliber ist ein Vermögen wert» – das stimmt nur für wenige Jahrgänge.
- «Fehlprägungen bringen immer Millionen» – tatsächlich sind nur bestimmte, dokumentierte Fehlprägungen wertvoll.
- «Der Jahrgang 1967 ist selten, weil die letzte Silberausgabe» – die Auflage von 1967 war mit über 6 Millionen Stücken recht hoch.
Die klare Trennung zwischen gesicherten Fakten und Gerüchten hilft Sammlern, Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Expertenstimmen zur Wertentwicklung
«Das 5-Franken-Stück von 1886 ist ohne Zweifel die kostbarste Schweizer Münze. Wir haben nur fünf bekannte Exemplare – und jedes ist ein nationales Kulturgut.»
– Münzexperte bei Rapp Auktionen (Münzauktionshaus)
«Für den Jahrgang 1928 existieren noch schätzungsweise zwischen 200 und 300 Exemplare. Das macht ihn extrem begehrt unter Sammlern.»
– Redaktion 20 Minuten (Schweizer Nachrichtenportal)
«Der hohe Wert des 1886er-Stücks ist einem schlecht geratenen Prägestempel geschuldet – damals ein Fehler, heute ein Glücksfall für Sammler.»
– Numismatikexperte beim SRF (Schweizer Radio und Fernsehen)
Drei unabhängige Stimmen, die eines bestätigen: Seltene Jahrgänge in Top-Erhaltung werden auf dem Auktionsmarkt immer neue Rekorde brechen.
Für Sammler und Erben in der Schweiz ist die Botschaft klar: Ein genauer Blick auf die Münzschublade lohnt sich – aber nur wenige Fünfliber sind wirklich Gold wert. Wer eine wertvolle Münze besitzt, sollte sie von einem renommierten Auktionshaus wie Rapp oder einer Bank mit Münzabteilung schätzen lassen, bevor er einen Verkauf erwägt. Die Alternative: im Familienbesitz behalten und den ideellen Wert geniessen – der ist für viele der wahre Schatz.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich, ob mein 5-Franken-Stück wertvoll ist?
Prüfen Sie Jahrgang, Material (Silber oder Cupro-Nickel), Gewicht und Erhaltung. Besonders wertvoll sind Jahrgänge wie 1886, 1928 und 1952 in prägefrischer Qualität. Lassen Sie die Münze von einem Münzhändler begutachten.
Wo kann ich eine seltene 5-Franken-Münze verkaufen?
Bei spezialisierten Auktionshäusern wie Rapp Auktionen (Zürich), Sincona (Zürich) oder über Online-Plattformen für Sammler. Ein seriöser Händler bewertet die Münze kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr.
Welcher Jahrgang ist der wertvollste?
Der Jahrgang 1886: Mit nur fünf bekannten Exemplaren und einem Wert von bis zu 500.000 CHF ist er die teuerste Schweizer 5-Franken-Münze.
Sind alle 5-Franken-Stücke aus Silber?
Nein. Bis 1967 wurden sie aus Silber geprägt (900/1000 bis 835/1000), danach aus Cupro-Nickel. Die Silbermünzen sind schwerer (25 g bzw. 15 g) und nicht magnetisch.
Was ist der Unterschied zwischen einer Bundesmünze und einer normalen 5-Franken-Münze?
Bundesmünzen (1888–1916) waren die ersten 5-Franken-Münzen der modernen Schweiz. Sie wurden 1934 ausser Kurs gesetzt und sind heute sehr gesucht.
Kann ich mit einer alten 5-Franken-Münze noch bezahlen?
Nur die aktuellen Cupro-Nickel-Stücke sind gesetzliche Zahlungsmittel. Alle Silbermünzen wurden ausser Kurs gesetzt. Ihr Wert liegt heute weit über dem Nennwert.
Wie viele 5-Franken-Münzen von 1928 gibt es noch?
Schätzungen gehen von 200 bis 300 Exemplaren aus – ein Grund für den hohen Sammlerwert.
Die häufigsten Fragen zeigen, dass die Unsicherheit bei Laien gross ist – die Antworten helfen, erste wichtige Unterscheidungen zu treffen.
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